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	<title>six strings &#187; Reviews</title>
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	<description>Gitarrenportal</description>
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		<title>Die Line 6 Variax 300 im Test</title>
		<link>http://six-strings.de/blog/reviews/line-6-variax-300-test</link>
		<comments>http://six-strings.de/blog/reviews/line-6-variax-300-test#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 May 2011 09:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amp-Modelling]]></category>
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		<category><![CDATA[Line 6 Variax]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Variax: Flexibilität beim Sound auch IN der Gitarre Unter diesem Motto hat Line6 die Variax-Reihe rausgebracht. Diese Gitarren übernehmen das Prinzip der Simulation von den Verstärker-Reihen von Line6 und transportieren es auf den Klang der Gitarre. Die Konservativen unter den Gitarristen haben aufgeschrien [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die Variax: Flexibilität beim Sound auch IN der Gitarre</strong></em></p>
<p>Unter diesem Motto hat Line6 die Variax-Reihe rausgebracht. Diese Gitarren übernehmen das Prinzip der Simulation von den Verstärker-Reihen von Line6 und transportieren es auf den Klang der Gitarre.</p>
<p>Die Konservativen unter den Gitarristen haben aufgeschrien und das ganze verteufelt. Allerdings scheint sich das Prinzip der Modelling-Gitarre, wie es oftmals betitelt wird, doch sehr ordentlich verbreitet zu haben, da mittlerweile doch viele andere Hersteller die selbe Schiene bedienen.</p>
<h3>Fakten</h3>
<ul>
<li>Variax 300</li>
<li>22 Bündepie</li>
<li>Feste Brücke</li>
<li>Agathis Korpus</li>
<li>Palisander Griffbrett</li>
<li>Dot Inlays</li>
<li>Tone und Volume Poti</li>
<li>5 Weg Schalter</li>
<li>Poti zur Modellwahl</li>
</ul>
<h3>Optik/Verarbeitung/Bespielbarkeit:</h3>
<p>Die Variax 300 gibt es in rotem Finish mit weißem Pickguard sowie in einem schwarzem Finish mit schwarzem Pickguard. Die erste Besonderheit erkennt man auf den ersten Blick, denn diese Gitarre besitzt keine sichtbaren Tonabnehmer, aber dazu später mehr. Ansonsten ist die Gitarre schlicht in Strat-Form gehalten.</p>
<p>Die Gitarre lässt sich sehr gut bespielen und bietet trotz des klanglichen Fokus auch in Sachen Bespielbarkeit eine sehr hohe Qualität.</p>
<p>Einziges Problem der Variax ist, dass sie mit Strom versorgt werden muss. Hierbei gibt es die Möglichkeit das ganze mithilfe von Batterien zu lösen oder mithilfe eines zusätzlichen Kabels und einer kleinen Netzteilbox. Diese Netzteilbox ist ungefähr so groß wie ein normaler Bodenträger und ist nur ein simpler Stromlieferant, sorgt aber durch die erneute Verkabelung für komfortablem Bewegungsspielraum auch bei kurzen Kabeln.</p>
<h3>Das Konzept</h3>
<p>Grundlage des Sounds der Variax 300 bilden Piezo-Tonabnehmer, die die realen Saitenschwingungen auffangen und in Klang umwandeln. Dieser wird dann vom Prozessor bearbeitet und verändert, je nach gewählter Modell-Einstellung. Hierbei kann nicht nur der Klang an sich verändert werden sondern mithilfe der Workbench auch noch das Tuning der Gitarre, dazu später mehr.</p>
<p>Natürlich stehen dem Nutzer wieder jede Menge Hochkaräter aus der Geschichte der Gitarre als Modelle zur Verfügung. Fender,Gibson und Gretsch sind mit ihren bekanntesten Modellen vertreten. Dazu kommen noch 4 Akustikgitarren-Modelle sowie viele kleine Specials, wie zum Beispiel ein Banjo oder eine Sitar.</p>
<h3>Die Workbench oder die Gitarre zum Selber bauen</h3>
<div id="attachment_1504" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-1504" title="Variax Workbench" src="http://six-strings.de/wp-content/uploads/2011/04/variax-workbench.jpg" alt="Variax Workbench Software" width="250" height="215" /><p class="wp-caption-text">Neue Klangpotentiale mit der Variax Workbench erforschen</p></div>
<p>Wer das Klangpotenzial der Variax wirklich voll ausschöpfen will, sollte sich zusätzlich zur Gitarre selbst auf jeden Fall die Workbench kaufen. Verbindet man diese Box via USB mit dem Computer und die Box wiederum ebenfalls über USB mit der Variax so kann man die zur Wahl stehenden Klangpresets verändern. Hierbei bietet sich vor allem die Möglichkeit die Sortierung schnell und einfach zu verändern und zusätzlich weitere Modelle zu erschaffen.</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ja richtig, erschaffen. Mit der Workbench, zu der ein kostenloses Programm gehört, kann man aus den vielen verschiedenen Korpusmodellen und Tonabnehmern, neue Modellings zusammenstellen. Hierbei stehen dem Nutzer alle Möglichkeiten offen. Die Strat mit den Gibson Pick-Ups. Die Les Paul mit den Single-Coils. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Für wahre Tüftler gibt es zusätzlich auch die Möglichkeit die Position der Pick-Ups auf dem Korpus zu verändern. Hierbei kann man das Pickup so weit in Richtung Neck schieben wie man mag und ebenso in Richtung Brigde. In der virtuellen Darstellung im Programm sogar hinter die Bridge. Sieht lustig aus und liefert auch ganz interessante Klänge.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die größte Flexibilität erhält man allerdings durch die Möglichkeit die einzelnen Saiten der Gitarre virtuell umzustimmen und/oder sie zu einer 12-saitigen umzuwandeln. Hierbei kann man jede Saite nach persönlichem Wunsch beliebig innerhalb einer Oktave hoch bzw. runter stimmen.</span></p>
<h3>Wie klingts?</h3>
<p>Mit jedem Modellklang werden die analysierten Eigenschaften des Originals nachgestellt. Das Line6 mittlerweile gut modellieren kann, dürfte allgemein bekannt sein, so sind auch die Sounds der Gitarrenmodellings sehr vernünftig. Sie liegen zwar hinter dem Original, aber das sind die Abstriche die man mit Modelling vermutlich immer machen muss.</p>
<p>Allerdings gibt es viele sehr schöne Modellings. So stechen die Tele-Modelle aus der Modellmasse mit ihrem brillanten Twang hervor, genau wie das Original aus der Masse der Gitarren. Auch sehr schön ist der dunkle Klangcharakter der Jazzgitarren-Modelle.</p>
<p>Die Qualität der Akustikmodelle in der Variax 300 hängt stark vom Charakter der Verstärkung ab. So klingen sie stets nach Akustik und man bekommt eigentlich immer das Volumen des Akustikkorpus vermittelt. Allerdings fehlen bei vielen Lautsprechern die Höhen um die Modelle wirklich gut darzustellen.</p>
<p>Wer also besonders Wert auf die Akustikmodelle legt, sollte die Variax mit den eigenen Lautsprechern mal spielen. Wer die Akustikmodelle als kleinen Bonus nur mitnimmt, dem sei gesagt, dass sie für einen kleinen Akustikpart immer gut zu gebrauchen sind.</p>
<p>Zu den verschiedenen Möglichkeiten die Variax-Modelle umzustimmen ist zu sagen, dass das Prinzip auf jeden Fall funktioniert und man genau die Töne kriegt, die man in der Workbench eingestellt hat, wenn die Variax selber in E-Standard Stimmung ist. Solange man einen verzerrten Sound hat und z.b. auf Drop-D runterstimmt, klingt das ganze auch noch sehr gut, allerdings merkt man den Sounds wenn man sie clean nutzt doch sehr stark das Umstimmen an und es klingt an vielen Stellen wie ein Pitch-Shifter und eben nicht wie eine wirklich umgestimmte Gitarre.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Also was ist die Variax 300 denn nun wirklich? Überflüssige technische Spielerei? Die Gitarre schlechthin?</p>
<p>Die Gitarre schlechthin ist sie definitiv nicht. Dafür sind die Modellings an manchen Stellen noch nicht gut genug, außerdem werden viele alteingesessene Gitarristen das fehlende Feeling des Originals beklagen. Denn egal wie die Variax klingt, sie spielt sich immer wie eine Variax.</p>
<p>Der enorme Vorteil dieser Gitarre ist allerdings ihr enorm großes Potenzial und ihre Vielseitigkeit. Wer sich intensiv mit der Variax auseinander setzt und die Möglichkeiten der Workbench ausnutzt, kann sich für jeden Sound die richtige Gitarre zusammenstellen. Besonders hilfreich ist die Möglichkeit dabei auch verschiedene Stimmungen zu berücksichtigen, auch wenn das nicht immer gut klingt, kann man durch ausprobieren auch hier noch viel herausholen.</p>
<p>Die Variax ist also kein Heiliger Gral, aber auch nicht überflüssig. Für Gitarristen die viele verschiedene Bereiche abdecken müssen z.b. in einer Cover-Band ist die Variax sicher eine sehr gute Alternative um sich die Anschaffung mehrerer anderer Gitarren zu ersparen.</p>
<h3>Line 6 Variax Hörproben</h3>
<h4>Telecaster Rock</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Telecaster Clean</h4>
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<h4>Telecaster Pur</h4>
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<h4>Stratocaster Rock</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Stratocaster Clean</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Sitar</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Rickenbacker Clean</h4>
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<h4>Rickenbacker 12 Clean</h4>
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<h4>Les Paul Special Clean</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Les Paul Rock</h4>
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<h4>Les Paul Metal Drop D</h4>
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<h4>Les Paul Metal</h4>
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<h4>Les Paul Clean</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Gretsch Clean</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>ES-175 Clean</h4>
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<h4>Banjo</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Acoustic Clean Strum</h4>
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<h4>Acoustic Clean</h4>
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<h4>Acoustic 12 Clean</h4>
<p>[Audio clip: sieh dir den Beitrag auf six strings an, um zuzuhören]</p>
<h4>Voreinstellungen</h4>
<ul>
<li>Pur Sound: Aufnahme Neutralstellung</li>
<li>Sound Clean: Aufnahme Clean Kanal, Position 1,3,5</li>
<li>Sound Rock: Aufnahme Rock Kanal (Modell Black Panel)</li>
<li>Sound Metal: Aufnahme Metal Preset (Modell Rectified)</li>
<li>Alle Aufnahmen via POD 2.0 und Audacity</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Bakers Lefty-Strat: Fast eine Gitarre</title>
		<link>http://six-strings.de/blog/reviews/bakers-lefty-strat-fast-eine-gitarre</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 14:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Equipment]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir Linkshänder stehen in Sachen Wahlrecht ein wenig hintan. Es regiert Dextro-Chauvinismus an den Produkt-Displays der Musikhäuser, wir „Sinistren“ werden in die „Lefty-Corner“-Ghettos verbannt. Okay, die Produktvielfalt der Rechtshänderwelt bleibt den „Odds“ eben bis auf weiteres verwehrt, die gängigen Verkaufsschlager der großen Portfolios gibt’s trotzdem meist auch spiegelverkehrt. Doch was tut sich so am unteren Ende der Preisstaffel?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Linkshänder stehen in Sachen Wahlrecht ein wenig hintan. Es regiert Dextro-Chauvinismus an den Produkt-Displays der Musikhäuser, wir „Sinistren“ werden in die „Lefty-Corner“-Ghettos verbannt. Okay, die Produktvielfalt der Rechtshänderwelt bleibt den „Odds“ eben bis auf weiteres verwehrt, die gängigen Verkaufsschlager der großen Portfolios gibt’s trotzdem meist auch spiegelverkehrt. Doch was tut sich so am unteren Ende der Preisstaffel?</p>
<p>Wie so oft nach vergeblicher Suche ist eBay des Testers letzter Hafen. Ein paar Mausklicks später (und um 79,- wohlfeile Euronen ärmer) war ich dann stolzer Besitzer einer „Bakers Guitars“ Lefty-Strat.</p>
<h3>Erster Eindruck und Verarbeitung</h3>
<p>Die Verpackung, die ich nach langer Odyssee (ich sage nur: GLS) endlich in Händen halten durfte, unterschied sich auf den ersten Blick in nichts von denen weit teurerer Inhalte: Recycling-Pappe, trapezoid, unprätentiös. Lediglich das geringe Gewicht lässt Verdacht aufkeimen.</p>
<p>In den vier Wänden angelangt und von der Verpackung befreit, bestätigt der erste Eindruck die Befürchtungen, die der kleine Preis und das geringe Gewicht geweckt hatten: Von der angepriesenen Abrichtung der Bünde, professionellen Verarbeitung und Marken-Besaitung ist keine Spur zu finden. Der strat-typisch verschraubte Hals wurde ganz offensichtlich nach Augenmaß eingepasst – da passen locker noch ein paar Millimeter Billigst-Esche zwischen Hals und Korpus, die aberwitzig konkave Krümmung des Halses, seitlich scharfkantig überstehende Bundgrate und leicht oxidierte Saiten Marke „Spanndraht“ machen einige Umdrehungen mit dem (beiliegenden) Inbus-Schlüssel, einen schnellen Trip ins Musikhaus für einen 010er-Satz und fette Punkteabzüge nötig.</p>
<p>Ach ja: Das Pickguard lässt sich mit dem Fingernagel ablösen – die verwendeten Schrauben greifen nicht im Holz. Tztztz, Kinder, Kinder.</p>
<p><strong>Wertung: 3/10</strong></p>
<h3>Bespielbarkeit</h3>
<p>Bundreinheit? Denkste! Die Brücke Marke „Vintage-Klon“ scheint um ein bis zwei Millimeter zu nahe am Hals angebracht zu sein – die tiefe E-Saite macht ein Zurückstellen des Saitenreiters bis zum hinteren Anschlag notwendig. Dann endlich ist ein ausführlicher Test ohne Ohrenkrebs-Risiko möglich. Das Griffbrett hätte einen weiteren Durchgang mit dem Schleifpapier vertragen können – barrierefreies Bending ist nahezu unmöglich – hier hakelt’s gewaltig. Lästiges Saitenscheppern beseitige ich mit der guten alten „Holzhammer und Ledertuch“-Methode: Da hat wer vergessen, die Bünde wirklich ganz ins Griffbrett zu integrieren. Sei’s drum.</p>
<p>Das &#8220;Vintage-Tremolo&#8221; kennt man – da konnte selbst dieser Hersteller im Prinzip nicht viel falsch machen, bis auf oben erwähnte Positionierung. Exzessives Zerren, Reißen und Auszucken auf dem Jammerhaken hat die branchenüblichen Verstimmungen zur Folge, die sich hier aber in Grenzen halten. Habe ich wesentlich besser, aber auch schlechter erlebt.</p>
<p>Was im Laufe des Tests immer stärker auffällt, ist das extrem leichte Gewicht der Bakers-Lefty: Ich bin fast versucht, diese Gitarre schwedenmöbelmäßig &#8220;Båkerstråt&#8221; zu taufen – Tonholz ist das keines, das geschätzt 4-sekündige Sustain (bei offener Saite!) bekräftigt diesen Verdacht, aber die Wirbelsäule freut sich. Trotzdem.</p>
<p><strong>Wertung: 3/10 &#8230; ach was, 2/10 *grummel*</strong></p>
<h3>Sound</h3>
<p>Trocken angespielt präsentiert sich die Bakers-Lefty strattypisch hochmittig, exzessives Trotz-Bending entlockt dem (leider nicht plangeschliffenen) Rosewood-Fretboard das ebenfalls strattypische „Singen“ – und ein sofortiges Nachstellenmüssen der nicht ganz spielfreien Open-Type-Mechaniken. Sehr auffällig: einige Deadspots, vor allem zwischen zwölftem und siebtem Bund und fehlendes Sustain. Man fühlt: Dieses Ruder hat einfach zu wenig Holzdichte, der Ton verliert sich im Nirgendwo zwischen den Jahresringen des Materials.</p>
<p>Verstärker an, Kabel rein, den Fünf-Positionen-Schalter (Bridge – Bridge+Middle – Middle – Middle+Neck – Neck) auf „4“ und Riff: Überraschung! Die Bakers hat auf einen Sitz sämtlichen Strat-Charakter verloren. Null Bottom, dünne Mitten und Höhen. Aha! Zwischen Pickups und Saiten tut sich ein wahrer Abgrund auf. Nachgestellt bessert sich der akustische Eindruck ein wenig, Gefummel am „Presence“-Regler des Amps bringt ein wenig Ortbarkeit. Trotzdem relativ „hodenlos“, das Teil.</p>
<p><strong>Wertung: 2/10</strong></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Für knapp 80 Eier ein sinnvolles Teil zu ergattern, ist ohnehin ein Wunschtraum, der sich in diesem Fall absolut nicht erfüllt hat. Als Modding-Grundlage oder Aktionismus-Projekt („Burn, baby, burn!!“) vielleicht zu gebrauchen, als (elektro-)akustisches Instrument an sich fehlt der Bakers leider jede Daseinsberechtigung. Finger weg!</p>
<h3>Factbox</h3>
<ul>
<li>Body: Esche (angeblich)</li>
<li>Hals: Ahorn</li>
<li>Griffbrett: Rosewood (from Hell)</li>
<li>Preis: 79,- Euro bei eBay</li>
<li>Zubehör: Inbusschlüssel, Jammerhaken</li>
</ul>
<h4>Positiv</h4>
<ul>
<li>Saubillig</li>
<li>Geringes Gewicht: kann weiter geworfen werden als Konkurrenzprodukte</li>
</ul>
<h4>Negativ</h4>
<ul>
<li>Alles andere</li>
</ul>
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